Was ist ein Bebauungsplan? Verständliche Erklärung und Bedeutung im Stadtplanungskontext

Der Bebauungsplan – auch bekannt als B-Plan.

Dieser definiert die maximale Bebauungs- und Wohnfläche eines Grundstücks sowie die maximal erlaubte Anzahl der Stockwerke eines Gebäudes. Er ist im Bauplanungsrecht verankert und zielt darauf ab, die Interessen der einzelnen Grundstückseigentümer zu wahren. Angaben, um die Kennzahlen zu berechnen, finden Sie auch in der Baunutzungsverordnung (BauNVO). Vor dem Baustart muss der Bauplan von der zuständigen Behörde bewilligt werden.

Diese Kennzahlen werden benötigt.

Wichtige Kennzahlen für den Bebauungsplan

  1. Die Grundflächenzahl (GRZ): Legt fest, wie viel Prozent des Grundstücks Sie bebauen dürfen. Sie ist im Baugesetzbuch der jeweiligen Stadt oder Gemeinde verankert. Mithilfe der Grundflächenzahl können Sie die zulässige Bebauungsfläche des Grundstücks berechnen.
  2. Die Geschossflächenzahl (GFZ): Definiert, wie viel Quadratmeter Wohnfläche Sie auf dem Grundstück errichten dürfen (wird auch Bruttogrundfläche/BGF genannt).
  3. Anzahl der Vollgeschosse: Legt fest, wie viele Stockwerke bzw. Geschosse das Gebäude auf dem Grundstück maximal haben darf.

So berechnen Sie diese Kennzahlen:

  1. Die Grundflächenzahl wird von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde vorgegeben. Sie besagt, wie viel Prozent der Fläche bebaut werden darf, und wird mit einem Dezimalwert angegeben, der von 0,2 bis 1 reichen kann. Eine GRZ von 1,0 bedeutet 100 Prozent und kann in städtischen, dicht bebauten Kerngebieten vorkommen. Erkundigen Sie sich über die zulässige GRZ nach Baugesetzbuch (BauGB), um die zulässige Bebauungsfläche zu berechnen.Zulässige Bebauungsfläche (m²) = Grundflächenzahl (GRZ) x Grundstücksgröße (m²)
    Beispiel: Bei einer Grundstücksfläche von 2000m² und einer GRZ von 0,4 ergibt sich eine maximale Bebauungsfläche von 800m².
  2. Um die Geschossflächenzahl bzw. Bruttogrundfläche zu ermitteln, berechnen Sie zuerst die Gesamtfläche jedes einzelnen Geschosses und addieren diese Werte. Anschließend dividieren Sie die Gesamtgeschossfläche durch die gesamte Grundstücksfläche, um die Geschossflächenzahl zu erhalten.Geschossflächenzahl (GFZ) = zulässige Gesamt-Geschossfläche (m²) / Gesamte Grundstücksfläche (m²)
    Beispiel: Bei einer Grundstücksfläche von 2000qm und einer Geschossflächenzahl von 0,4 ergibt sich eine maximale Geschossfläche von 800m².
  3. Um die Anzahl der Vollgeschosse zu erhalten, dividieren Sie die zulässige Gesamt-Geschossfläche durch die bebaubare Fläche (GRZ).Anzahl der Vollgeschosse = Zulässige Gesamtgeschossfläche / zulässige Gesamt-Bebauungsfläche
    Beispiel: Bei einer Gesamtgeschoßfläche von 800m² und einer zulässigen Gesamt-Bebauungsfläche von 800m^2 ergibt sich z.B. ein Geschoss.

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